[ schaelpic photokunstbar ]
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2017

24. März bis 12. Mai 2017:
Markus Bollen: Blackbrook

 
Markus Bollen: Blackbrook

Abschließende Schau im Rahmen der Ausstellungsreihe
'Die Stilllegung der Zeit -- Photographische Positionen zum Phänomen Zeit'

Dauer: 24. März bis 12. Mai 2017
Mo. bis Fr., 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr und nach Vereinbarung
Ort: schaelpic photokunstbar im Atelier für Mediengestaltung
Schanzenstr. 27, 51063 Köln, Tel. (02 21) 29 99 69 20

Vernissage: Freitag, 24. März 2017, ab 19:30 Uhr

Künstlergespräch:
Markus Bollen im Gespräch mit Eva Degenhardt von philosophiekunst e.V. Köln
Freitag, 05.05.2017, um 19.30 Uhr in der schaelpic photokunstbar

 

Was siehst du?
Wenn ein Kind in den Himmel sieht, ist da nicht nur Blau und weiße Wolken. Da sind Schlösser und Drachen, Gesichter und Feen.
Bei den Bildern von Markus Bollen ist es ähnlich: Aus einem grünen See in England werden Flüsse, die uns davon tragen, man sieht eine Wiesenlandschaft, die auf surreale Weise mit dem Wasser verschmilzt, und die Reflektion der Wolken zeichnet ein Gesicht. Momente, die ein Kinderauge sieht und an uns unbemerkt vorbei ziehen -- oder wir an ihnen; auf dem Weg zum Supermarkt, die Mittagspause ist gleich zu Ende, ich muss doch noch zum Friseur.

Markus Bollens Fotografien sind ein Suchen und Finden von Harmonie in den vielfältigen Strukturen der Natur. Seit Jahren verwendet er für seine künstlerischen Arbeit Großformatkameras mit extrem hoher Auflösung. Damit kann der Fotograf selbst kleinste Details sichtbar zu machen. Die Aufnahme einer kleinen Fläche wirkt dann durch Vergrößerung wie eine Landschaft aus großer Höhe fotografiert -- das Steinchen wird zum Felsen.

Woher weiß ich, wie die Welt beschaffen ist? Durch Beobachten. -- Lao Tses Weisheiten aus dem Tao Te Ching haben Markus Bollen, sein Leben und seine Arbeit bereits in frühen Jahren geprägt. Seine intensive Beschäftigung mit der Meditationstechnik Zazen, ein zweijähriger Aufenthalt in China, bei dem er die Kampfsportart Aikido erlernte, führten ihn zur bis heute andauernden spirituellen Auseinandersetzung mit dem Buddhismus.

Fast immer haben Bollens Landschaftsfotografien und Naturstudien eine nahezu kontemplative Wirkung; sie ermöglichen uns ein Erkennen der Ruhe und Ausgeglichenheit in der Natur -- einer Ruhe, die Kraft ausstrahlt und die er den Betrachter spüren lassen will.

Die Arbeit Blackbrook entstand während eines Aufenthalts in einem Trappisten-Kloster in England. Es sind Beobachtungen der Oberfläche eines Sees in der Nähe des Klosters. Bei der Fotografie der Spiegelungen und der langsam von der Strömung sich fortbewegenden Teile auf der Oberfläche kam eine neue Qualität des Loslassens hinzu. Dieses Loslassen war auch technisch in Markus Bollens Arbeitsweise begründet. Während er die Mattscheibe seiner Großbildkamera gegen die Filmkassette austauschte, bewegte sich der See durch die Strömung unaufhörlich weiter und das Bild war ein anderes als das millimetergenau eingestellte noch Sekunden zuvor. Blackbrook lässt auch uns loslassen, lässt uns innehalten für den Moment und zieht uns mit in seine Welt. Markus Bollen hat in einen See photographiert und zeigt uns Galaxien. Eine Welt, die sonst nur Kinderaugen sehen können.

Pressekontakt: Tobias D. Kern, Telefon: 0221.29996920


Weitere Informationen:


24. März bis 12. Mai 2017:<br>Markus Bollen: <i>Blackbrook</i>
1936-15 002
 
24. März bis 12. Mai 2017:<br>Markus Bollen: <i>Blackbrook</i>
1936-15 001
 
24. März bis 12. Mai 2017:<br>Markus Bollen: <i>Blackbrook</i>
1933-15 001
 
24. März bis 12. Mai 2017:<br>Markus Bollen: <i>Blackbrook</i>
1933-01 001