[ schaelpic photokunstbar ]
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2016

Knut Wolfgang Maron:
Ein Leben

Knut Wolfgang Maron: Ein Leben

im Rahmen unseres Jahresthemas
'Die Stilllegung der Zeit -- Photographische Positionen zum Phänomen Zeit'

Dauer: 25.01. bis 24.03.2016
Mo. bis Fr., 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr und nach Vereinbarung
Ort: schaelpic photokunstbar im Atelier für Mediengestaltung
Schanzenstr. 27, 51063 Köln, Tel. (02 21) 29 99 69 20

Vernissage: Fr., 22.01.2016, ab 19:30 Uhr

Einführung: Florian Ebner (Leiter der fotografischen Sammlung am Museum Folkwang)

Was bleibt, wenn ein Mensch die Welt der Lebenden verlässt? Individuelle Erinnerungen, Bilder von der Erscheinung dieses Menschen, vielleicht ein Erbe oder ein paar Habseligkeiten als Gabe an die Nachkommenden. Obwohl das Sterben zum Leben gehört wie das Geborenwerden, neigt die moderne, funktional ausdifferenzierte Gesellschaft zur Verdrängung des Bewusstseins von der Sterblichkeit und der Anwesenheit Sterbender, weist ihnen spezielle Bereiche zu, die der alltäglichen Erfahrung nicht mehr zugänglich sind. Gern überlässt man das Feld den Spezialisten -- Altenpflegern, Ärzten, Psychologen und Geistlichen. Anders der Essener Fotograf Knut Wolfgang Maron (*1954).

Er führte im Haus seiner 82jährigen Mutter fotografisch Tagebuch über die letzte Phase ihres Lebens; teilte mit ihr "eine wunderbare und nicht benennbare Intimität", wie er es selbst formuliert. Es entstanden berührende Bilder nicht nur von der Mutter in ihrer rapide zunehmenden körperlichen Zerbrechlichkeit, sondern auch von der sichtbaren Ordnung, die ihr Leben prägte. Ein halbe Ewigkeit bewohnte die Mutter ein Haus, schuf in diesem Raum ein Bezugssystem, das ihren Alltag strukturierte und nun -- in der Perspektive des Fotografen -- symbolisch auch die innere Ordnung dieser Persönlichkeit zum Ausdruck bringt. Das Leben im Gleichmaß alltäglicher Verrichtungen, unterstützt von Gegenständen, denen der lange und intensive Gebrauch in die Oberflächen eingeschrieben wurde. Hinter all diesen Dingen scheint indirekt das Bild der Mutter auf, wird aber auch die Nähe spürbar, die der Sohn sucht und die Trauer des Abschiednehmens. Nichts Spektakuläres erscheint da im Bild, doch in der Intensität der fotografischen Einfühlung in ein anderes Leben, das sich sichtbar seinem Ende zuneigt, ein künstlerisches Ereignis, das zu Recht mehrfach mit Preisen gewürdigt wurde.

Eine Auswahl dieses sehr berührenden Werkes präsentiert die schaelpic photokunstbar ab dem 23. Januar 2016 im Rahmen der aktuellen Ausstellungsreihe "Die Stilllegung der Zeit" -- Photographische Positionen zum Phänomen Zeit

(Pressekontakt: Tobias D. Kern, Telefon: 0221.29996920)


Weitere Informationen:


Knut Wolfgang Maron: Ein Leben | Foto: M. Bollen
Knut Wolfgang Maron: Ein Leben | Installationsansicht | Foto: M. Bollen
 
Martin Frech, Knut Wolfgang Maron, Tobias D. Kern (v. li.) | Fot
Martin Frech, Knut Wolfgang Maron, Tobias D. Kern (v. li.) | Foto: M. Bollen
 
Knut Wolfgang Maron: Ein Leben | Vernissage | Foto: M. Bollen
Knut Wolfgang Maron: Ein Leben | Vernissage | Foto: M. Bollen
 
Martin Frech, Tobias D. Kern, Florian Ebner, Knut Wolfang Maron
Martin Frech, Tobias D. Kern, Florian Ebner, Knut Wolfang Maron (v. re.) | Foto: M. Bollen
 
Martin Frech, Tobias D. Kern, Florian Ebner, Knut Wolfang Maron
Martin Frech, Tobias D. Kern, Florian Ebner, Knut Wolfang Maron (v. re.) | Foto: M. Bollen
 
Knut Wolfgang Maron: Ein Leben | Vernissage | Foto: M. Bollen
Knut Wolfgang Maron: Ein Leben | Vernissage | Foto: M. Bollen
 
Knut Wolfgang Maron: Ein Leben | Vernissage | Foto: M. Bollen
Knut Wolfgang Maron: Ein Leben | Vernissage | Foto: M. Bollen
 
Knut Wolfgang Maron:<br><i>Ein Leben</i>
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Knut Wolfgang Maron:<br><i>Ein Leben</i>
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